Urteil Bundessozialgericht – Krankenkasse: Anrecht auf Krankengeld ausnahmsweise auch bei verspäteter Krankschreibung

Das Bundessozialgericht hat am Donnerstag mit einem aktuellen Urteil die Rechte von Kassenpatienten gestärkt. Sucht ein Patient rechtzeitig den Arzt auf, um sich krankschreiben zu lassen, darf die Kasse das Krankengeld nicht streichen, wenn der Arzt den Krankenschein verspätet ausstellt. Denn Kassenpatienten sollen nicht für den Fehler des Arztes bestraft werden.

Wenn Arbeitnehmer längere Zeit erkranken, haben sie ab der siebten Woche Anspruch auf Krankengeld von ihrer Krankenkasse. Zuvor erhalten sie weiterhin den Lohn von ihrem Arbeitgeber. Ausschlaggebend für den Anspruch auf Krankengeld ist der Tag, an dem der Arzt einen Patienten als arbeitsunfähig eingestuft hat. Bei der Verlängerung ...

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Urteil Bundessozialgericht – Krankenkasse: Anrecht auf Krankengeld ausnahmsweise auch bei verspäteter Krankschreibung

Das Bundessozialgericht hat am Donnerstag mit einem aktuellen Urteil die Rechte von Kassenpatienten gestärkt. Sucht ein Patient rechtzeitig den Arzt auf, um sich krankschreiben zu lassen, darf die Kasse das Krankengeld nicht streichen, wenn der Arzt den Krankenschein verspätet ausstellt. Denn Kassenpatienten sollen nicht für den Fehler des Arztes bestraft werden.

Wenn Arbeitnehmer längere Zeit erkranken, haben sie ab der siebten Woche Anspruch auf Krankengeld von ihrer Krankenkasse. Zuvor erhalten sie weiterhin den Lohn von ihrem Arbeitgeber. Ausschlaggebend für den Anspruch auf Krankengeld ist der Tag, an dem der Arzt einen Patienten als arbeitsunfähig eingestuft hat. Bei der Verlängerung ...

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Urteil – Behandlungsfehler – BGH stärkt Patientenrechte bei Streitschlichtung

Gute Nachrichten für Patienten, die aufgrund eines vermeintlichen Behandlungsfehlers eine Schlichtungsstelle anrufen: Diese müssen nun nicht mehr wie bisher befürchten, dass der Fall in der Zeit der Schlichtung verjährt. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) Karlsruhe mit einem aktuellen Urteil bestätigt und damit die Rechte der Betroffenen gestärkt (Az.: VI ZR 239/15). Der Arzt und seine Haftpflicht müssen demnach nicht ihr Einverständnis zu einer Schlichtung erklären, damit die Verjährung gestoppt wird. ...

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Rechtstipp – Vorsorgevollmacht – Wenn ein Mensch selbst nicht mehr entscheiden kann

Schon in jungen Jahren sollten die Bundesbürger eine Vorsorgevollmacht erstellen. Denn ohne ein solches Dokument kann es passieren, dass in einer Notsituation nicht mehr die eigene Familie über das Vermögen und Wohlbefinden eines Patienten entscheiden darf, sondern ein fremder Betreuer.

In Deutschland ist im Grundgesetz das Selbstbestimmungsrecht festgeschrieben. Jeder Bürger hat demnach ein Anrecht darauf, seine eigenen Angelegenheiten frei und ohne die Einmischung von anderen zu regeln, sofern dies im Rechtsrahmen erfolgt. Zum Problem wird dieses Recht aber immer dann, wenn Menschen ihren Willen nicht mehr selbst erklären können, etwa weil sie aufgrund eines Schlaganfalls im Koma liegen. ...

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Patientenrechte – Krankenkasse: Zweitmeinung nur für jeden zweiten Patient eine Option

Kassenpatienten haben das Recht, nach einer Diagnose auch die Zweitmeinung eines anderen Arztes einzuholen. Aber nicht einmal jeder Zweite macht davon Gebrauch, wie die aktuelle Umfrage einer Betriebskrankenkasse zeigt.

Wer mit einer schweren Diagnose konfrontiert wird, die eine Operation erforderlich macht, ist zunächst geschockt. Warum hat es ausgerechnet mich getroffen? Muss ich wirklich unter das Messer? Derartige Fragen gehen dann vielen Patienten durch den Kopf. Sicherheit kann hier die Zweitmeinung eines weiteren Arztes geben, der den Befund noch einmal kritisch hinterfragt und unter Umständen eine alternative Therapie empfiehlt. ...

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Patientenrechte – Krankenkasse: Zweitmeinung nur für jeden zweiten Patient eine Option

Kassenpatienten haben das Recht, nach einer Diagnose auch die Zweitmeinung eines anderen Arztes einzuholen. Aber nicht einmal jeder Zweite macht davon Gebrauch, wie die aktuelle Umfrage einer Betriebskrankenkasse zeigt.

Wer mit einer schweren Diagnose konfrontiert wird, die eine Operation erforderlich macht, ist zunächst geschockt. Warum hat es ausgerechnet mich getroffen? Muss ich wirklich unter das Messer? Derartige Fragen gehen dann vielen Patienten durch den Kopf. Sicherheit kann hier die Zweitmeinung eines weiteren Arztes geben, der den Befund noch einmal kritisch hinterfragt und unter Umständen eine alternative Therapie empfiehlt. ...

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Haftpflichtschutz – Wenn Ärzte eine Gemeinschaftspraxis verlassen

Wenn ein Arzt aus einer Gemeinschaftspraxis ausscheidet, um seine eigene Praxis zu gründen, gibt es auch bezüglich des Versicherungsschutzes einiges zu beachten.

Viele junge Mediziner schließen sich zum Berufsstart einer Gemeinschaftspraxis an. Damit verringern Berufsanfänger das finanzielle Risiko und können von der Erfahrung der Kollegen profitieren. Wer sich jedoch entscheidet, nach Tätigkeit in einer Gemeinschaftspraxis auszuscheiden und eine Einzelpraxis zu eröffnen, muss auch bezüglich des Versicherungsschutzes einiges beachten. Tipps hierfür gibt die Ärztezeitung in einem aktuellen Artikel. ...

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Gesundheitsreport – Was tun bei Behandlungsfehlern?

Es sind erschreckende Zahlen. In geschätzt 190.000 Fällen pro Jahr verursachen Behandlungsfehler im Krankenhaus gesundheitliche Schäden, wie aus dem aktuellen AOK-Gesundheitsreport hervorgeht. 19.000 Patienten müssen den Ärztepfusch sogar mit dem Leben bezahlen. Wie aber kann sich ein Patient wehren, wenn er das Gefühl hat, falsch behandelt worden zu sein?

Zunächst einmal empfiehlt es sich, den Kontakt mit einem behandelnden Arzt oder dem Hausarzt zu suchen. Unsicherheiten lassen sich oft schon im Gespräch ausräumen. Seit Inkrafttreten des neuen Patientenschutzgesetzes (1. Februar 2013) sind Ärzte verpflichtet, die Behandlung umfassender als vorher zu dokumentieren und den Behandlungsverlauf gegenüber dem Patienten zu erklären. ...

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