Verbraucherzentrale warnt – Betrug mit Finanzprodukten an der Haustür!

Vor einer üblen Betrugsmasche warnt aktuell die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Eine ominöse Firma versucht demnach, per Postident-Verfahren den Bürgern Banksparpläne und andere Finanzprodukte unterzuschieben. Deshalb sollte an der Haustür nichts Derartiges unterschrieben werden.

Gleich mehrere Verbraucher hatten der Verbraucherzentrale berichtet, dass sie Opfer von den Betrugsversuchen einer ominösen Finanzfirma wurden. Zunächst erhielten sie einen ungebetenen Anruf, bei dem ihnen Banksparpläne und andere Finanzprodukte angeboten wurden. Die meisten Angerufenen lehnten zwar ab, stimmten aber der Zusendung von Informationsmaterial zu.

Tatsächlich stand wenige Tage später der Postbote vor der Tür. Die Verbraucher sollten daraufhin den Erhalt des Infomaterials mit ihrer Unterschrift bestätigen. Was viele nicht wussten: Per Postident-Verfahren, also dem schriftlichen Bestätigen einer Postsendung an der Haustür, können auch Verträge unterschrieben und damit gültig werden!

Und genau das hatte die betrügerische Firma versucht. „Die Angerufenen glaubten, Sie bekommen lediglich Unterlagen zugesandt und dachten nicht, dass sie mit einer Unterschrift nun angeblich einen Vertrag abgeschlossen haben. Das ist ein Versuch, Verbrauchern einen Vertrag unterzuschieben“, kritisiert Dunja Richter, Juristin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. In keinem der Fälle hätte ein Kunde dem Vertragsschluss zugestimmt.

Die Konsequenz kann nur lauten: Wer einen Banksparplan abschließen will oder für das Alter vorsorgen, der sollte sich professionellen Rat bei einem seriösen Finanzberater oder einer Bank einholen. Aber auf keinen Fall ein entsprechendes Angebot an der Haustür annehmen und dafür noch unterschrieben! Eine Postwurfsendung sollte nur per Unterschrift entgegengenommen werden, wenn der Absender und sein Anliegen bekannt sind.

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