Brandschutz – Wenn die Osterfeuer brennen

Am Wochenende ist es wieder soweit! Viele Familien werden mit Schokohasen, bunt bemalten Eiern und Nestern voller Süßigkeiten das Osterfest feiern. Auch das Osterfeuer ist ein Brauch, der sich am Karsamstag großer Beliebtheit erfreut. Doch wer ein solches Feuer entfachen will, muss strenge Regeln beachten.

Osterfeuer gehen auf die christliche Tradition zurück und wurden erstmals 1559 bezeugt. Die Osterkerze, mit der ein Priester ursprünglich den Holzstoß angezündet hat, soll dabei Christus als Licht der Welt verdeutlichen, das den Gläubigen den Weg vom Tod zum Leben weist. Aber längst haben sich die feuchtfröhlichen Zusammenkünfte von ihrer spirituellen Bedeutung gelöst und sind Anlass für geselliges Zusammensein. Nicht selten wird bei den Zusammenkünften ordentlich geschmaust und getrunken.

Strenge Brandschutzregelungen für das Osterfeuer

Doch wo offenes Feuer entzündet wird, gibt es auch Risiken. Deshalb unterliegen Osterfeuer sehr strengen Brandschutzregelungen. Üblicherweise gilt: Wer in seinem eigenen Garten ein solches Feuer entzünden will, muss dies beantragen! Ansprechpartner sind die lokalen Ordnungsämter oder Feuerwehren. Häufig wird eine derartige Veranstaltung nur unter bestimmten Voraussetzungen genehmigt, etwa dass sie öffentlich zugänglich ist und der Brauchtumspflege dient.

Selbst dann müssen strenge Auflagen beachtet werden. Feuer in der Nähe von Wäldern oder Autobahnen sind tabu: der Sicherheitsabstand muss mindestens 100 Meter betragen. Auch zu n und Straßen ist ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten. Wer Abfälle, Sperrmüll, Bauholz oder frischen Bauschnitt verbrennt, der riskiert ein saftiges Bußgeld oder sogar einen Feuerwehreinsatz. Das gilt auch dann, wenn Verkehrswege behindert werden, etwa durch starke Rauchentwicklung.

Als selbstverständlich sollte gelten, das Feuer bis zum Erlöschen zu beaufsichtigen. Auch Kinder haben in der Nähe der Feuerstelle nichts zu suchen! Gefährlich ist die weit verbreitete Praxis, Strohballen als Sitzgelegenheiten in Feuernähe zu verwenden. Sie könnten allein durch die Hitzeeinwirkung Feuer fangen – und dann wird es schnell heiß unter dem Po. Beim Verlassen einer Feuerstelle ist die Glut zu löschen und mit Erde abzudecken.

Sehr hohe Waldbrandgefahr wegen Trockenheit

Wegen der lang anhaltenden Trockenheit ist in diesem Jahr die Brandgefahr besonders hoch. Für Freitag wird der Deutsche Wetterdienst (DWD) in vielen Regionen die zweithöchste Warnstufe ausrufen – da gilt bei Osterfeuern besondere Achtsamkeit! Eine private schützt, falls durch das Feuer trotz aller Vorsicht einer fremden Person Schaden entsteht, etwa Kleidungsstücke verbrannt werden. In vielen neueren Tarifen sind auch Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz mit inbegriffen.

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