Versicherungstipp – Versicherungsschutz im Ehrenamt

Immer mehr Bundesbürger übernehmen ein Ehrenamt. Rund 20 Millionen Ehrenamtliche sind laut Bundesfamilienministerium derzeit in Vereinen tätig, Tendenz steigend. Doch auch diese Menschen sollten sich Gedanken über den richtigen sschutz machen.


Grundsätzlich sind Ehrenamtliche durch die gesetzliche nach SGB VII geschützt. Allerdings gilt dies nicht für alle freiwilligen sozialen Tätigkeiten, weshalb die Bundesländer zusätzliche Sammelverträge für ihre engagierten Bürger abschließen. Die Länder übernehmen dann auch die Beitragszahlungen. Ob und in welchem Umfang eine Absicherung besteht, sollte jeder vor Beginn seiner Tätigkeit in Erfahrung bringen. Auch über Vereine besteht oft eine entsprechende .

Laut SGB VII greift die gesetzliche bei Ehrenamtlichen bspw. in Rettungsunternehmen, im Bildungs- und Gesundheitswesen oder bei Freiwilligen, die wie Beschäftigte tätig sind. Manche Berufsgenossenschaften, die neben kassen die gesetzliche tragen, verlangen eine schriftliche Vereinbarung zwischen Einrichtung und Ehrenamtlichem, in der die ehrenamtlichen Tätigkeiten genau aufgeführt sind.

Wer als Ehrenamtlicher auf Nummer sicher gehen will, dem sei eine private angeraten. Denn sie gilt auch bei nicht unmittelbar ehrenamtlichen Tätigkeiten. Außerdem leistet sie unabhängig von einer gesetzlichen . Hier gilt es zu bedenken, dass der gesetzliche schutz nur einen Grundschutz bietet. Zusätzlich können Ehrenamtliche mit einer Berufsunfähigkeits vorbeugen, sollte die Verletzung so schwer sein, dass man aus seiner Arbeit ausscheiden muss.


Fügt man anderen Personen Schaden zu, muss man dafür geradestehen. Das gilt natürlich auch bei Ausübung eines Ehrenamtes. Dazu heißt es im Bürgerlichen Gesetzbuch: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges eines Anderen widerlich verletzt, ist dem Anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

In diesem Fall ist eine unumgänglich, auch wenn sie nicht gesetzlich gefordert ist. Sie deckt Forderungen bei Verletzung oder Schädigung anderer durch den Ehrenamtlichen. Viele Vereine schließen für ihre Mitglieder eine Vereins ab. Aber: Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haftet der Ehrenamtliche im Zweifel selbst. In diesem Fall springt nicht die Organisation ein. So sollte man über eine private geschützt sein.

Besonders heikel ist die für Vorstandsmitglieder und Kassenwarte. Diese verwalten oft sechsstellige Beträge – und haften mit ihrem Privatvermögen, wenn etwas in die Hose geht. Fehler können dann schnell den persönlichen Ruin bedeuten. Deshalb sollte das Amt eines Kassenwarts oder Finanzverwalters nur ehrenamtlich ausgeübt werden, wenn der Verein eine Vermögensschaden abgeschlossen hat oder die bei Vermögensstreitigkeiten geklärt ist. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

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