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Dein ist mein ganzes Herz – Organspenden retten Leben!

Mehrere Organspende-Skandale haben im letzten Jahr das Vertrauen der Bundesbürger erschüttert. Dabei werden Spenderorgane dringend gebraucht. In Deutschland warten derzeit rund 12.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ – viele von ihnen vergebens. Allein 8.0000 dieser Patienten brauchen eine neue Niere.

In Deutschland entscheiden die Wartelisten, welcher Patient ein lebensrettendes Organ erhält. Für die Aufnahme auf diese Liste hat die Bundesärztekammer feste Regeln festgelegt. Benötigen Patienten ein Spenderorgan, werden sie von ihrem behandelnden Arzt bei einem Transplantationszentrum angemeldet. Dann erfolgt eine umfangreiche Aufklärung der Betroffenen, bei der sie über Risiken und Erfolgsaussichten informiert werden.

Auch psychische Belastungen kommen dabei zur Sprache. Schließlich belastet es nicht nur die Menschen, wenn sie lange Zeit auf ein Organ warten, ohne Gewissheit zeitig einen Spender zu finden. Auch die Auswirkungen eines solchen Eingriffes können gravierend sein. Viele Patienten müssen nach der OP lebenslang Medikamente nehmen, die eine Abstoßung des fremden Organes verhindern sollen. Unter Umständen muss das Leben neu organisiert werden, weil der Körper Schonung verlangt. Verpflanzt werden in deutschen Transplantationszentren die Organe Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Dünndarm.

Skandale erschüttern Spendenbereitschaft

Die Manipulation von Patientenakten hat in den letzten Monaten das Vertrauen der Bundesbürger erschüttert. Und trotzdem sollte sich jeder mit einer möglichen Organspende auseinandersetzen. „In Deutschland herrscht ein extrem hoher Mangel an Spenderorganen“, warnt Ina Brunk vom Verein Junge Helden, der sich für eine bessere Aufklärung zum Thema Organspende einsetzt. In Zahlen bedeutet dies: Pro Tag sterben drei Patienten, weil sie nicht zeitig ein lebensrettendes Organ erhalten.

Zwar gebe es Fehlanreize im Gesundheitssystem, die dafür sorgen, dass Kliniken und Transplantationszentren in einen Konkurrenzkampf um Spenderorgane treten. „Organspende bedeutet auch Prestige“, kritisiert Brunk gegenüber Yahoo Online den Wunsch mancher Mediziner, möglichst viele Herzen und Nieren verpflanzen zu wollen. Das verlocke manche Kliniken dazu, sich liche Schlupflöcher zu suchen.

Trotz einiger Fehlentwicklungen ist das deutsche Gesundheitssystem relativ immun gegen einen Missbrauch von Spenderorganen. Das zeigt sich auch an der schnellen Aufklärung der bisher bekannt gewordenen Manipulationen. Der Handel mit Organen ist strengstens verboten. Erst nachdem zwei Ärzte den Hirntod einer Person zweifelsfrei festgestellt haben, dürfen einer verstorbenen Person Organe entnommen werden – nachdem der Betroffene zu Lebzeiten seinen Willen dazu bekundete oder Angehörige ihr ok gaben.

Aber auch diffuse Ängste halten Menschen davon ab, ihre Bereitschaft zur Organspende nach dem Ableben zu erklären. So befürchten manche Patienten, Ärzte würden nach einem nicht alles tun, um ihr Leben zu retten – damit das Organ für eine Spende bereit steht. Doch diese Ängste sind unbegründet. „Noch vor der Organspende ist es immer die höchste Priorität der Ärzte, Leben zu erhalten“, ist sich auch Ina Brunk sicher.

Organ spenden – Leben schenken!

Um anderen Menschen das Leben zu retten, sollte sich deshalb jeder mit dem Thema Organspende beschäftigt haben. Es ist „der beste Weg, auch nach dem eigenen Tod andere Menschen glücklich zu machen“, sagt der Arzt und Comedian Eckart von Hirschhausen. Hierbei kann sich jeder Mensch ins Bewusstsein rufen, dass er im Falle einer schweren Erkrankung oder eines s ebenfalls auf ein Spenderorgan hoffen darf. Besonders traurig: Auch viele Kinder befinden sich auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Bis zu zehn Prozent aller Transplantationen werden bei Kindern durchgeführt, Grund sind meist angeborene Organfehlbildungen.

Mit der Reform des Transplantationsgesetzes im Jahr 2012 haben nun auch Lebendspender mehr ssicherheit, wenn sie einem Angehörigen oder einer nahe stehenden Person ein Organ spenden wollen. Jeder Spender hat zukünftig einen Anspruch gegen die Kranken des Organempfängers auf Krankenbehandlung, Vor- und Nachbetreuung, Rehabilitation, Fahrtkosten und Krankengeld in Höhe des Nettoverdienstausfalls – ganz gleich, ob er privat oder gesetzlich versichert ist. In einer Selbstverpflichtungserklärung haben sich am 09. Februar 2012 alle Mitgliedsunternehmen des Verbandes der Privaten Kranken dazu verpflichtet, die Aufwendungen für die Spender zu übernehmen.

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