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Keine Vorurteile bei Multipler Sklerose!

Rund 130.000 Menschen leben derzeit in Deutschland, die von Multipler Sklerose (MS) betroffen sind. Die meisten von ihnen gehen einem Beruf nach und sind gut in den Alltag integriert. Aber die Betroffenen müssen mit vielen Vorurteilen kämpfen – etwa, dass Multiple Sklerose eine tödliche Krankheit sei und die Patienten im Rollstuhl sitzen. Das ist aber nur bei wenigen Patienten der Fall. Seit 2009 wird am 29. Mai der Welt-MS-Tag begangen, um über die Krankheit aufzuklären.

Bei Multipler Sklerose handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die häufig einen schubhaften Verlauf nimmt, aber ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann. Häufig wechseln sich beschwerdefreie Zeiten und heftige Krankheitszeiten ab. „Die Krankheit muss nicht offensichtlich sein. Deshalb nennt man sie auch die Krankheit der tausend Gesichter“, erklärt Eva Koch, Leiterin der MS-Projekte der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Kein Krankheitsverlauf würde dem anderen gleichen. Heilbar ist die Krankheit nicht, aber die Symptome sind mit Medikamenten, Gymnastik und anderen Maßnahmen gut zu lindern.

MS wird den sogenannten Autoimmunerkrankungen zugerechnet. Dabei lösen Abwehrzellen, die normalerweise Krankheitserreger bekämpfen, schwere Entzündungen in Hirn und Rückenmark aus, so dass die betroffenen Nerven ausfallen. Die Symptome der Patienten können so verschieden wie vielfältig sein. Sie reichen von Sehstörungen, Lähmungen, Schwindelanfällen und Muskelkrämpfen bis hin zu dauerhafter Müdigkeit, Konzentrationsschwächen oder Depressionen. „Das Spektrum der Krankheit ist breit, die Unvorhersehbarkeit auch“, so die Medizinerin Koch.

Zu zwei Dritteln Frauen betroffen

Die meisten MS-Patienten sind bei der Diagnose zwischen 20 und 40 Jahren alt, zwei Drittel von ihnen weiblich. Auch nach einer Erkrankung ist es in der Regel möglich, den Alltag aktiv zu gestalten und Kinder zu bekommen. Das Umfeld der Betroffenen sollte deshalb mit Verständnis reagieren – aber nicht mit übertriebenem Mitleid. Viele der MS-Patienten sind auch nach einer Erkrankung noch relativ belastbar, können an Ausflügen oder Freizeitaktivitäten teilnehmen.

Für das Berufsleben muss die Diagnose MS ebenfalls nicht das Aus bedeuten. Viele Patienten können noch über Jahrzehnte hinweg ihrem Job nachgehen, häufig sogar bis zum regulären Rentenalter. Zu vermeiden sind allerdings -je nach Krankheitsbild- Tätigkeiten, die mit einer hohen körperlichen Belastung verbunden sind, etwa viel Gehen und Stehen erfordern. Schicht- und Akkordarbeit sollten ebenfalls vermieden werden. Viele Arbeitgeber unterstützen die Beschäftigung von MS-Erkrankten durch die Einrichtung behindertengeer Arbeitsplätze. Auskunft erteilen Krankenkassen, die Beratungsstellen der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), die Arbeitsagenturen oder Integrationsämter.

Die finanzielle Vorsorge bietet viele Möglichkeiten: Von einer Berufsunfähigkeits, wenn man seinen ursprünglichen Job nicht mehr ausüben kann, über eine Pflege bis hin zu einer Schwere-Krankheiten-. Ein Beratungsgespräch kann helfen, den passenden Schutz zu finden!

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